Gerard Byrne

Gerard Byrne They were black, semi-elliptical,
And looked like stationary small islands
Or rocks in the water (1)
Outsize elephant trunks (2)
Seemed to surface and move (3)
What at first appeared to be a pile of debris (4)
She described the head as like a terrier’s (5)
When the animal submerged it left
An oily sheen on the surface (6)
They were black, semi-elliptical, And looked like stationary small islands Or rocks in the water (1) Outsize elephant trunks (2) Seemed to surface and move (3) What at first appeared to be a pile of debris (4) She described the head as like a terrier’s (5) When the animal submerged it left An oily sheen on the surface (6), 2007
Signiert, datiert und nummeriert
S/W-Abzug auf Fotoarchivpapier
40 x 50 cm
Auflage 15 + 2 AP
1.000 €

Gerard Byrnes Fotografien sind geprägt vom Zweifel am repräsentativen Anspruch dieses Mediums. Seine Edition ist eine Landschaftsaufnahme des schottischen Loch Ness: An kaum einem anderen Ort tritt die dokumentarische Qualität des Fotografischen so sehr in den Vordergrund, wo Wissenschaftler und Amateure unablässig versuchen, einen “Beweis” für die Existenz des Monsters zu liefern. Auch der Mythos des Monstrums selbst steht in merkwürdiger Parallelität zum Aufstieg der Massenmedien. Die Bildunterschrift, die Gerard Byrne wählt – sie ist einem Lexikonartikel über journalistische Berichte von “Sichtungen” des Ungeheuers entnommen – veranlassen denn auch zu einer genauen Betrachtung dieser eigentlich profanen Landschaft, einer Suche nach Spuren einer an sich unsichtbaren Wirklichkeit. Der Titel zwingt dazu, überall bedeutungsvolle Zeichen zu sehen und die geheimnisvolle Anwesenheit von etwas zu spüren, das es aller Wahrscheinlichkeit nach gar nicht gibt. Die Fotografie von Loch Ness ist heimgesucht vom Undarstellbaren und doch ein dokumentarisches Zeugnis par excellence.