siren eun young jung

siren eun young jung  Deferral Archive #1
Deferral Archive #1 , 2018
Kollaboration mit Designkollektiv dl.tokki.dl
2 Pigmentdrucke
Je 85,6 × 120,4 cm
Auflage 10, davon #1-3 für den Kunstverein
1.200 €
siren eun young jung  Deferral Archive #2
Deferral Archive #2, 2018
Kollaboration mit Designkollektiv dl.tokki.dl
Pigmentdruck
Je 102,3 × 132,6 cm
4 Motive
Auflage je Motiv 10, davon #1–3 für den Kunstverein
750 €
siren eun young jung  Deferral Archive #3
Deferral Archive #3, 2018
Kollaboration mit Designkollektiv dl.tokki.dl
Pigmentdruck
Je 102,3 × 132,6 cm
4 Motive
Auflage je Motiv 10, davon #1–3 für den Kunstverein
750 €
siren eun young jung  Deferral Archive #4
Deferral Archive #4, 2018
Kollaboration mit Designkollektiv dl.tokki.dl
Pigmentdruck
Je 102,3 × 132,6 cm
4 Motive
Auflage je Motiv 10, davon #1–3 für den Kunstverein
750 €
siren eun young jung  Deferral Archive #5
Deferral Archive #5, 2018
Kollaboration mit Designkollektiv dl.tokki.dl
Pigmentdruck
Je 102,3 × 132,6 cm
4 Motive
Auflage je Motiv 10, davon #1–3 für den Kunstverein
750 €

Seit 2008 setzt sich siren eun young jung mit dem historischen Yeoseong Gukgeuk -Theater auseinander: einer im Korea der 1950er und 1960er Jahre sehr populären Kunstform, die der traditionellen koreanischen Oper ähnelt und in der alle Rollen – ob weiblich oder männlich – von Schauspielerinnen gespielt werden. Ausgehend von jahrelangen Recherchen lässt jung in Performances, Videos, Installationen und Collagen die Protagonistinnen des infolge der Militärdiktatur in Vergessenheit geratenen Theaters in Dialog treten mit queeren Schauspieler*innen, Tänzer*innen und Musiker*innen der Gegenwart. Gemeinsam mit ihnen eröffnet sie generationsübergreifende Verhandlungsräume für widerständige Subjektivitäten, für die Performance von Differenz und für die Sichtbarkeit von queerem Begehren. Deferral Archive (2018), ihre Serie von Jahresgaben, beruht auf persönlichen Begegnungen mit Yeoseong Gukgeuk -Schauspielerinnen der ersten Generation. In Zusammenarbeit mit dem Designkollektiv dl.tokki.dl hat die Künstlerin die dabei an sie übermittelten Fotos, Plakate, Eintrittskarten, Dokumente und Erzählungen zu Porträts aus sich überlagernden, teils lückenhaften, mit der Zeit sich verändernden und in der Gegenwart sich fortschreibenden Erinnerungen der mittlerweile fast neunzigjährigen Darstellerinnen collagiert.

Eva Birkenstock