Eva-Maria Raschpichler

2012

Eva-Maria Raschpichler

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“Eva-Maria Raschpichlers Arbeiten sind nicht abstrakt, jedoch entziehen sie sich durch die Überlagerung grundverschiedener Begriffe, wie Form und Un- oder Nichtform, der kategorialen Zuordnung und somit der sprachlichen Beschreibung. Die geometrische (rationale) Struktur, die in Raschpichlers Arbeiten ohnehin bloß als unbestimmbare, vage Raumkoordinate vorkommt, wird stets von einer subjektiven, temporalen Erfahrung des Raumes überholt, und so verschmiert, verflüssigt, verflüchtigt sich die Form in Farbe und Gekritzel, die Kontur in Rauch und Hauch. Der Prozess, die Geste oder auch der induzierte Zwischenfall, welche diese Nicht-Formen, diese „Zwischendinge“ hervorbringen, werden als Dauer nicht als Bewegung erfahren und reflektieren letztendlich das Flüchtige, Inkommensurable der Wahrnehmung.”
Mihaela Chiriac, zwischendinge. Zwischenfälle, in: Eva Raschpichler FixFx, Nürnberg, 2011