(number of) weeks later

eight weeks later: Ari Benjamin Meyers
Video-Installation

Mittwoch, 28. Mai 2025
19 Uhr

Four Liverpool Musicians (Bette, Budgie, Ken, Louisa), 2018, von Ari Benjamin Meyers entstand anlässlich der 10. Ausgabe der Liverpool Biennale und war die erste filmbasierte Arbeit des Künstlers. Im Rahmen von (number of) weeks later wird sie zum ersten Mal seitdem in ihrer ursprünglichen Dreikanal-Version präsentiert. Die Installation zeichnet filmische Porträts von vier Musiker:innen verschiedener Generationen, deren persönliche Biographien eng mit der Geschichte Liverpools verwoben sind. Insofern stellt sie zugleich Bezüge zu der dichten Musikszene und industriellen Vergangenheit der Stadt her. Bette Bright (Deaf School), Budgie (Siouxsie and the Banshees, Big in Japan), Ken Owen (Carcass) und Louisa Roach (She Drew The Gun) interpretieren eine Reihe von Kompositionen, die Ari Benjamin Meyers, auf ihre jeweiligen Charakteristika eingehend, für die vier Musiker:innen geschrieben hat. Diese kommen in einer Form des Dialogs zusammen, in dem Momente des Zuhörens und der Stille einen ebenso aktiven und generativen Part übernehmen wie ihr vielfältiger Ausdruck durch Klänge und Melodien. Die Sprache der Musik behauptet sich hier als verbindende Kraft schlechthin, deren nonverbale Qualitäten durch das besonders physische Format der Installation auf die Betrachter:innen übertragen werden.

Ari Benjamin Meyers (geb. 1972 in New York, USA) lebt und arbeitet in Berlin. Der ausgebildete Musiker, Komponist und Dirigent hat an der Juilliard School in New York, der Yale University in New Haven und dem Peabody Institute in Baltimore studiert. In seiner künstlerischen Praxis erforscht er Strukturen und Prozesse, die den performativen und sozialen Charakter von Musik (neu) definieren und die Beziehungen zwischen Performer und Publikum hinterfragen. Die Projekte von Meyers, der regelmäßig mit anderen Künstler:innen, Musiker:innen und Gemeinschaften zusammenarbeitet, nehmen verschiedene Formate an. Darin thematisiert er die Gesten, Hierarchien und Settings, die mit der Aufführung von Musik verbunden sind, von klassischen Konzerten bis hin zur Bildenden Kunst und – in jüngerer Zeit – großformatigen öffentlichen Ritualen. Seine Arbeiten wurden in internationalen Institutionen und auf zahlreichen Festivals gezeigt, u.a. im Kunstverein Braunschweig (2025), Museum Abteiberg (2024/2022), Fondazione In Between Art Film (2024), MUDAM, Luxemburg (2023), Kunstmuseum Liechtenstein (2023), Berliner Festspiele (2023), Festival d'Avignon (2023), Hamburger Kunsthalle (2022), MAAT – Museum of Art, Architecture and Technology, Lissabon (2021), 7. Beaufort Triennale, Flandern (2021), Urbane Künste Ruhr (2021), Neues Museum Nürnberg (2020), Punta della Dogana, Venedig (2019) und andere. Seit 2024 ist er Professor an der Kunstakademie Düsseldorf.

Ab 19 Uhr wird die Installation für etwa 3,5 Stunden zugänglich sein.

Organisiert von Clara Maria Blasius

(number of) weeks later wird unterstützt von The Gingko Foundation.

Foto: Felix Adam, bildplan