2004

Josef Kramhöller

bis

Der Kunstverein zeigt die erste größere Einzelausstellung des jung verstorbenen Künstlers Josef Kramhöller (*1968 in München, †2000 in London), der in den 90er Jahren in München und London lebte und eine aktive Figur der Kunstszene war.

Die informellen, gestischen, expressiv gezeichneten zahlreichen kleinen Papierarbeiten und großen Bilder von Josef Kramhöller zeichnet eine unmittelbare, schnelle Herangehensweise aus – sie demonstrieren oft fast beschwörende Wiederholungen und sind von einer skizzenhaften, aggressiven Unbedingtheit. Die Wiederholung bestimmter Motive und Inhalte setzt er in seinen späteren Text- und Performancearbeiten fort, die hauptsächlich in seiner Londoner Zeit entstanden. Auffällig ist, dass er die Medien, die er benutzt, immer wieder bricht: In der Malerei erweitert er das Gemälde performativ, indem er beispielsweise Vaseline anbringt, die sich verformt; seine Texte gehen trotz inhaltlicher Ladung beim Sprechen in einen fast musikähnlichen Sound über.