I, etcetera

Kommende Ausstellung

I, etcetera
Julie Becker, Chan Hau Chun, Oto Gillen, Robert Glück, Danae Io; Alex Kitnick, Doreen Mende, Fiona Vilmer

bis

Eröffnung: Freitag, 18. September 2026, 18–22 Uhr

Im Zentrum der Gruppenausstellung I, etcetera steht die Auseinandersetzung mit künstlerischer Subjektivität als etwas Prozesshaftem und Relationalem. Ausgehend davon richtet die Ausstellung den Blick auch auf den Kunstverein selbst und auf die Prozesse, in denen sich dessen eigene Subjektivität herausbildet und artikuliert. Sie fragt danach, wie narrative Strategien und spekulative Entwürfe, die in künstlerischen Praktiken ebenso wie in institutionellen Prozessen wirksam werden, das Selbst prägen, verschieben und in ein Verhältnis zu anderen setzen.

Die Ausstellung versammelt Neuproduktionen und bestehende Arbeiten, die diesen Fragen auf unterschiedliche Weise nachgehen und sich mit Selbstentwurf und Projektion, Erinnerung und Erzählung beschäftigen. In den Arbeiten von Julie Becker, Chan Hau Chun, Oto Gillen, Robert Glück und Danae Io treten Innenräume, Fassaden und Landschaften in konkreter wie metaphorischer Form auf: als Architektur und psychische Zustände, als Vorstellungswelten und materielle Wirklichkeit, als Körper und geteilte Strukturen. Subjektivität erscheint dabei als fortwährende Aushandlung, bedingt durch die sozialen und institutionellen Verhältnisse, in die sie eingebunden ist. Robert Glück beschreibt es so: „Das Selbst ist ein gemeinschaftlich zusammengewürfeltes Sammelsurium, das einen falschen Eindruck von Kohärenz aufrechterhält.“ Ein literarischer Essay von Glück ist in der begleitenden Broschüre abgedruckt; weitere Beiträge zum Projekt kommen vom Kunsthistoriker und Kritiker Alex Kitnick, der Theoretikerin und Kuratorin Doreen Mende sowie der Kuratorin und Autorin Fiona Vilmer.